Corona: Dülken spielt weiter in der Kreisliga A

Den Corona-Virus sehen die Verantwortlichen des Dülkener FC aus sportlicher Sicht mit einem lachenden, aber vermutlich auch einem weinenden Auge. Obwohl die erste Mannschaft in der Kreisliga A schon so gut wie abgestiegen war, durften sich die Jungs um Trainer Björn Kox nach dem Saisonabbruch durch den Fußballverband Niederrhein riesig freuen, dass es auch in der A-Liga in dieser Saison keinen Absteiger gibt und die neue Saison mit sage und schreibe 22 Mannschaften gestartet wird. Aber der Corona-Virus scheint die Dülkener doch noch zu treffen. Das Jubiläums(30.)-Volksbank-Hallenmasters im Januar des kommenden Jahres steht derzeit noch in den Sternen. „Normalerweise sind wir in dieser Phase des Jahres schon voll in den Planungen für das nächste Masters“, sagt Manuela Krienen, Vorsitzende des Dülkener FC. „Aber jetzt laufen sie mehr oder minder mit stark angezogener Handbremse.“ Krienen gibt offen zu, dass das „Masters“ aus organisatorischer Sicht kaum zu meistern ist, wenn die Corona-Auflagen nicht gelockert werden können. „Keiner weiss, was in zwei oder drei Monaten ist, doch dann wird es für eine optimale Organisation mit allem Drum und Dran mehr als schwer. Das Masters ist ja ein Turnier, dass für alle, also Spieler und Spielerinnen sowie auch die vielen Zuschauer ein tolles Fußballfest sein soll. Aber mit den derzeitigen und voll verständlichen Auflagen wäre eine Durchführung mehr als fraglich.“ Falls die Jubiläums-Ausgabe am dritten Januar-Wochenende ausfallen sollte, haben sich die Masters-Macher schon etwas überlegt. „Vielleicht machen wir dann ein „Masters“ im Freien. Aber das ist derzeit nur eine Idee, mehr nicht“, so Manuela Krienen.
Nach dem „Klassenerhalt“ laufen die Planungen bei Björn Kox für die neue Saison, die nach dem derzeitigen Stand vielleicht am ersten September-Wochenende beginnt, seit einigen Wochen auf Hochtouren. „Nachdem klar war, dass wir in der A-Liga bleiben, konnten wir natürlich noch entspannter und konkreter planen“, so der Dülkener Trainer. „Zum einen war klar, dass der komplette Kader gehalten werden konnte, unabhängig vom Abstieg oder jetzt Klassenerhalt. Wenn wir schon so glücklich die Klasse halten konnten, wollen wir jetzt dafür etwas tun und eine möglichst gute neue Saison hinlegen“. Derzeit haben die Dülkener Fußballer zwei Wochen Ferien. „Wir haben in den letzten Wochen, seit wir wieder zusammen trainieren durften, ein volles Trainingsprogramm durchgezogen. Jetzt geht es am 20. Juli weiter mit der entsprechenden Vorbereitung auf die neue Saison weiter.“ Dass die Liga mit 22 Mannschaften startet, sieht Björn Kox sogar positiv. „Mir ist lieber, wir haben ein straffes Programm, mit der einen oder anderen englischen Woche, anstatt es Pausen mit zwei oder drei Wochen gibt, ohne Meisterschaftsspiel“, so der Dülkener Trainer. „Das wäre sicherlich so gekommen, wenn man die Liga in zwei Gruppen geteilt hätte.“ Personell haben die Dülkener neben dem vorhandenen Kader noch einmal zulegen können. Alexandros Stabulidis und Mike Busch rücken aus der eigenen A-Jugend in den Seniorebereich hoch, Fatih Uysal aus der eigenen Reserve. Vom PSV Mönchengladbach wechselte Rene Kapell und Asysen Rashkay von Union Nettetal in den Stadtgarten